Endlich Ferien!

Spielen, Baden, Wandern.. all das ist Lernen. Nur ohne Stress!

8/4/20263 min read

Ferien sind keine verlorene Lernzeit

Die Sommerferien sind da. Endlich ausschlafen, baden gehen, Freunde treffen, wandern, draußen spielen und einfach einmal nichts müssen.

Gerade für Kinder mit LRS oder Legasthenie ist regelmäßiges Üben wichtig. Auch das gezielte Training der Sinne spielt eine große Rolle. Trotzdem brauchen diese Kinder genauso dringend Pausen, Erholung und unbeschwerte Zeit wie alle anderen Kinder auch.

Vielleicht sogar noch ein bisschen mehr.

Kinder mit LRS und Legasthenie leisten jeden Tag viel

Lesen, Schreiben und Lernen kosten betroffene Kinder häufig besonders viel Kraft. Während andere Kinder viele Aufgaben scheinbar nebenbei erledigen, müssen Kinder mit LRS oder Legasthenie oft sehr konzentriert arbeiten.

Sie vergleichen Buchstaben, überlegen bei Schreibweisen, versuchen beim Lesen nicht die Zeile zu verlieren und müssen sich immer wieder neu motivieren. Dazu kommt häufig das Gefühl, trotz großer Anstrengung nicht schnell genug oder nicht gut genug zu sein.

Deshalb ist es wichtig, dass in den Ferien nicht gleich das nächste Lernprogramm wartet.

Kinder brauchen Zeit, in der sie sich nicht mit ihren Schwierigkeiten beschäftigen müssen. Sie dürfen einfach spielen, lachen, entdecken und Kind sein.

Auch beim Spielen werden die Sinne trainiert

Eine Pause vom schulischen Lernen bedeutet nicht, dass Kinder in dieser Zeit nichts lernen.

Ganz im Gegenteil: Beim Wandern, Baden und Spielen werden viele wichtige Fähigkeiten ganz nebenbei gefördert.

Wenn ein Kind über Steine balanciert, einen Waldweg entlangläuft oder barfuß über Gras geht, trainiert es seine Körperwahrnehmung, das Gleichgewicht und die räumliche Orientierung.

Beim Baden spürt es Wasser, Wärme, Kälte und Bewegung. Es muss seinen Körper koordinieren und Entfernungen einschätzen.

Beim Spielen im Sand werden Formen gebaut, Mengen verglichen und kreative Lösungen gefunden. Beim Ballspielen werden Reaktion, Aufmerksamkeit und Bewegungsplanung gefördert.

In der Natur entdecken Kinder Farben, Geräusche, Gerüche und unterschiedliche Oberflächen. Sie hören Vögel, beobachten Insekten, riechen Blumen und ertasten Steine, Blätter oder Rinde.

All das spricht die Sinne an.

Und genau diese Sinneswahrnehmungen bilden eine wichtige Grundlage für das Lernen.

Lernen findet nicht nur am Schreibtisch statt

Kinder lernen besonders nachhaltig, wenn sie Dinge selbst erleben.

Ein Ausflug, bei dem ein Kind einen steilen Weg geschafft hat, bleibt im Gedächtnis. Ebenso der erste Sprung vom Beckenrand, ein selbst gebauter Staudamm oder ein lustiger Nachmittag mit Freunden.

Solche Erlebnisse stärken nicht nur die Wahrnehmung. Sie fördern auch das Selbstvertrauen.

Das Kind erlebt:

Ich kann etwas schaffen.

Ich kann mutig sein.

Ich kann Lösungen finden.

Ich kann mich auf meinen Körper verlassen.

Diese Erfahrungen sind für Kinder unglaublich wertvoll. Sie helfen ihnen oft weit über die Ferien hinaus.

Erinnerungen geben Kindern Kraft

Gemeinsame Erlebnisse schaffen Erinnerungen, von denen Kinder lange profitieren.

Sie erinnern sich später vielleicht nicht mehr an jedes Arbeitsblatt, das sie in den Ferien bearbeitet haben. Aber sie erinnern sich daran, wie sie mit ihren Eltern durch einen Bach gelaufen sind, wie sie im See geschwommen sind oder wie sie mit Freunden bis zum Sonnenuntergang gespielt haben.

Solche Erinnerungen geben Sicherheit, stärken die Beziehung und sorgen dafür, dass Kinder sich angenommen fühlen.

Diese positiven Erfahrungen können für die Entwicklung eines Kindes weit mehr bewirken als zusätzliche Lernstunden.

Kleine Übungen dürfen spielerisch bleiben

Natürlich spricht nichts dagegen, in den Ferien gelegentlich ein Buch zu lesen, ein Wortspiel zu spielen oder gemeinsam etwas zu schreiben.

Entscheidend ist, dass kein Druck entsteht.

Lesen kann auch bedeuten, die Eiskarte anzuschauen, Schilder auf einem Wanderweg zu entziffern oder gemeinsam ein Rezept auszuprobieren.

Schreiben kann bedeuten, eine Postkarte zu gestalten, eine Packliste zu erstellen oder Erlebnisse in einem kleinen Ferientagebuch festzuhalten.

So bleibt Lernen lebendig, alltagsnah und freiwillig.

Erholung ist ein wichtiger Teil des Lernens

Pausen sind keine verlorene Zeit.

Das Gehirn braucht Erholung, um Erlebtes und Gelerntes zu verarbeiten. Kinder brauchen freie Zeit, um neue Kraft zu sammeln und wieder neugierig zu werden.

Nach Wochen voller Schule, Hausaufgaben, Erwartungen und Anstrengung dürfen die Ferien deshalb vor allem eines sein:

Ferien.

Mit viel Bewegung, gemeinsamen Abenteuern, Wasser, Natur, Lachen und Zeit füreinander.

Denn beim Spielen, Baden und Wandern werden die Sinne ganz selbstverständlich trainiert. Gleichzeitig entstehen Erinnerungen, Selbstvertrauen und Lebensfreude.

Und manchmal ist genau das die wertvollste Förderung, die wir einem Kind geben können.

Ich wünsche allen Kindern und ihren Familien wunderschöne, sonnige und erholsame Ferien!

Eure Diana
von der Wortkraftwerkstatt

individuelles Training

Hilfe bei Legasthenie und Lese-Rechtschreibschwäche für alle.

Kontakt

NEWSLETTER

0178 8360999

© 2024. All rights reserved.